Quelle: Beilage Hamburger Abendblatt, Pinneberger Zeitung
Fechten: 100 Starter in Elmshorn - zwei Titel für VfL
19. März 2010, 06:00 Uhr
Etwa 100 Asse werden an diesem Wochenende beim Fechtturnier Challenge Elmshorn in der Sporthalle der Kooperativen Gesamtschule (KGSE) am Hainholzer Damm die Klingen kreuzen.
Elmshorn/Pinneberg. Das Traditionsturnier, das der Elmshorner MTV bereits zum 17. Mal ausrichtet, beginnt morgen und am Sonntag jeweils um 9 Uhr. Gefochten wird mit Degen, Florett und Säbel in den Altersklassen Schüler bis Senioren II.
Für B-Jugendliche und Aktive (Erwachsene) besitzt das Challenge vor allem den Reiz, beim letzten Ranglistenturnier der Saison noch für die DM-Qualifikation punkten zu können. Die EMTV-Degenspezialisten Bent Behrmann und Tobias Wahrburg (B-Jugend) sowie Routinier Nils Lienau können in heimischer Umgebung die noch fehlenden Zähler einfahren.
Elmshorn war auch Schauplatz der schleswig-holsteinischen Landesmeisterschaften der Schüler und B-Jugend. Die Florettfechter des VfL Pinneberg konnten die kurze Heimreise mit zwei Titeln antreten. Wie erwartet gewann Moritz Miller den Wettbewerb der Schüler des Jahrgangs 1998. Beinahe mühelos setzte sich der in Wedel lebende Tauberbischofsheimer gegen sechs Konkurrenten durch, im Finale besiegte er Nick Göttsche (FC Ahrensburg) mit 10:5. Den zweiten Titel holte seine Schwester Maxine (Schülerinnen 2000), die im Finale das vereinsinterne Duell gegen Jette Kienappel 10:8 gewann. Zweite wurde Felicia Winkelmann (VfL) in der weiblichen B-Jugend.(pz)
Quelle: Wedel-Schulauer Tageblatt
Fechten: Ein Geschwisterpaar überzeugt
20. März 2010 | 00:10 Uhr | von pax
Die Eltern von Moritz und Maxine Miller hatten bei den Fecht-Landesmeisterschaften der B-Jugend und Schüler in Elmshorn gleich doppelten Grund zur Freude. Das unter der Flagge des VfL Pinneberg antretende Florett-Duo ließ seinen Kontrahenten keinerlei Chance und kehrte mit zwei Titeln im Gepäck aus der Krückaustadt zurück. Moritz triumphierte bei den Schülern des Jahrgangs 1998 nach einem 10:5 im Finale über Nick Göttsche (FC Ahrensburg).
Schwester Maxine (Jahrgang 2000) stand ihrem "großen" Bruder in nichts nach und machte mit einem 10:8 im vereinsinternen Endspiel gegen Jette Kienappel den zweiten VfL-Titel perfekt. Pinnebergs B-Jugendliche Felicia Winkelmann (Jahrgang 1996) erkämpfte sich die Silbermedaille.
Quelle: Wedel-Schulauer Tageblatt
Sein Unterricht macht "Lust auf mehr"
25. Juli 2009 | 00:10 Uhr | von Peter Schweinberger
Während Hallas sich überlegte, in ein Stereomikroskop zu investieren, rieten ihm seine Studenten des Fachbereichs Biologie, er solle sich endlich mal einen größeren Urlaub gönnen. Andere unterbreiteten wiederum den Vorschlag, er solle sich ein neue Kameraausrüstung zulegen, um den Unterricht mit noch mehr guten Tierfotos zu bereichern. Und den Apparat könnte der 42-Jährige auch mitnehmen, um seine nächsten Auslandseinsätze für das Technische Hilfswerk (THW) zu dokumentieren, in dem er schon 17 Jahre lang ehrenamtlich tätig ist. Seit 1992 war der weltweit anerkannte Trinkwasser-Experte in neun Katastrophengebieten international im Einsatz: Zuletzt 2008 nach dem Erdbeben in China, wo der Pinneberger auch Außenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) die THW-Hilfsaktion erläutern durfte.
Auf Initiative der Hamburger Bürgerschaft war dieser Preis für "exzellente Lehre an den staatlichen Hochschulen" erstmals verliehen worden. Zu den Besonderheiten gehört, dass nur die Studenten vorschlagsberechtigt waren. Die Wissenschaftssenatorin überreichte insgesamt zwölf - mit jeweils 10 000 Euro dotierte - Einzelpreise.
"Die Qualität der Lehre zu steigern, ist eine der ze ntralen wissenschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart", sagte Gundelach während des Festakts. Diese sei aber kein Selbstgänger. Ein solcher Erfolg verlange ein hohes persönliches und oft jahrelanges Engagement, "das bisher nicht ausreichend gewürdigt wurde". Mit dem neuen Preis wolle Hamburg ein deutliches Zeichen setzen. Die Senatorin: "Gute Lehre ist eine Dauerverpflichtung für jede Hochschule, die im Wettbewerb um die klügsten Köpfe im Land bestehen will."
Diese hohen Anforderungen scheint Hallas bestens zu erfüllen. Denn für den Fachbereich Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MIT) wurde er von mehreren seiner Studenten gleich zweimal nominiert. In der Begründung werden eindrücklich seine "didaktischen Kompetenzen beschrieben, die er sowohl im Bereich der Lehre als auch als Studienberater unter Beweis stellt", heißt es in der Laudatio. Sein Unterricht "macht Lust auf mehr". Die Juroren kamen zu der Überzeugung: "Mit dieser schlichten Formel wird das, was gute Lehre auszeichnet, gut umrissen."
"Ich wusste zwar, dass meine Studenten mich vorgeschlagen hatten und erfuhr zwei Wochen vor dem Festakt, dass ich zusammen mit anderen Kandidaten nominiert worden war", sagte Hallas im Gespräch mit unserer Zeitung. "Als dann dort mein Name genannt wurde, war das für mich eine große Überraschung. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet."
Schon während seiner Schulzeit auf dem Pinneberger Johannes-Brahms-Gymnasium hatten es Hallas besonders die Naturwissenschaften angetan. An der Hamburger Uni studierte er Biologie mit den Schwerpunkten Zoologie, Genetik und Biochemie. Für seine Diplomarbeit untersuchte er die Blutkomponenten des Xenopus laevis (Knallfrosch). Seine Doktorarbeit schloss er mit der Note "sehr gut" ab. Seit Oktober 2006 unterrichtet der Pinneberger als "Lehrkraft für besondere Aufgaben" unter anderem die Grundlagen der Biologie, die Organsationsformen von Einzellern bis zum Säugetier, unternimmt zahlreiche Exkursionen und prüft angehende Lehrer.
Außer dem Fechten und der Naturfotografie ist das THW das große Hobby des 42-Jährigen. Bereits seit 1992 ist er für die Katastrophenschutz-Organisation ehrenamtlich tätig. Er baute die weltweit einmaligen Schnell-Einsatz-Einheiten für die Wasserversorgung im Ausland (SEEWA) mit auf, unterrichtet in der THW-Bundesschule in Hoya als Gastdozent nicht nur seine Helfer-Kollegen, sondern inzwischen auch Beamte der Bundespolizei sowie Soldaten der Bundeswehr.
Auf Anforderung der Bundesregierung oder der Europäischen Union folgten seit 1992 neun Auslandseinsätze nach Erdbeben, Überschwemmungen und anderen Katastrophen: So sorgte Hallas unter anderem in Bangladesch, Venezuela, Usbekistan, im Iran, in Indonesien, in Bolivien und zuletzt 2008 in China dafür, dass die Menschen wieder sauberes Wasser genießen und so vor tödlichen Erkrankungen geschützt wurden. Diese enormen Strapazen wurden durch tiefe Einblicke in fremde Kulturen kompensiert, die so kein normaler Tourist erhält. Der bescheidene Pinneberger Junggeselle: "Diese Einsätze sind ein besonderer Teil meines Lebens, ich möchte sie nicht missen."
Quelle: Wedel-Schulauer Tageblatt
Moritz Miller lässt alle erstaunen
13. Februar 2010 | 00:10 Uhr | von Steve Schrot
Moritz Miller siegte doppelt: Sogar mit "unbekannter" Waffe.
PINNEBERG. Man müht sich ab und trainiert unentwegt - und dann kommt ein Frischling und macht der versammelten Konkurrenz etwas vor. Das Fecht-Starterfeld der B-Jugend dürfte sich beim Drostei-Turnier, am vergangenen Wochenende vom Vfl Pinneberg ausgerichtet, wie im falschen Film gefühlt haben, als Moritz Miller, vom FC Tauberbischofsheim vor nicht allzu langer Zeit zum VfL gewechselt, den Sieg an sich riss. Dabei hatte er die längere und schwerere Waffe, die im 29-köpfigen Feld benutzt wurde, noch nicht einmal zuvor im Training benutzt.
Dass er damit seinem Sieg bei den Schülern Jahrgang 1998 die Krone aufsetzte und seine Siegesserie von zuvor vier anderweitigen Turniersiegen, untermauert seine derzeitige Ausnahmestellung. Damit sprang er in die Bresche von Pinnebergs Top-Fechterin Fenja Schuylenburg, die ausgerechnet an diesem Wochenende der Versuchung nachgab, überregional anzutreten. Sie wurde beim Fair Ressort Cup in Jena 54 von 167 Teilnehmern und ergatterte damit einen Punkt in der deutschen Rangliste.
Ihre Vereinskameradinnen Marie Rauschning und Lena Dabelstein füllten das entstandende Vakuum ebenso bravorös aus: Rauschning sicherte sich, nach verlustfreier Vorrunde, den nie gefährdeten Sieg in der Jugend A und Dabelstein musste sich bei den Juniorinnen nur der Lübeckerin Elisabetz Schöß beugen.
Dabei waren die gastgebenden Pinneberger mit 18 Fechtern noch nicht einmal überproportional im 111 Teilnehmer umfassenden Starterfeld, das überwiegend aus dem Norddeutschen Raum anreiste, vertreten. Eine gelungene Veranstaltung auf den zehn Planchen in der Sporthalle der Kreisberufsschule gelang allemal.
Quelle: Beilage Hamburger Abendblatt, Pinneberger Zeitung
Drostei-Turnier: VfL-Fechter in Topform
15. Februar 2010, 06:00 Uhr
Mit drei Siegen und etlichen weiteren guten Platzierungen präsentierten sich die Florett-Fechter des VfL Pinneberg beim selbst ausgerichteten Drostei-Turnier in bestechender Form.
Pinneberg. Allen voran setzte in der Halle der Kreisberufsschule der frühere Tauberbischofsheimer Moritz Miller mit zwei Erfolgen seinen Höhenflug fort. Zunächst gewann er souverän und auch nicht unerwartet den Wettbewerb in seiner Altersklasse (Schüler des Jahrgangs 1998), tags darauf sorgte der Elfjährige für eine riesige Überraschung, indem er auch im B-Jugend-Wettbewerb mit insgesamt 29 Teilnehmern alle Konkurrent ausstach. Dafür, sich erstmals mit der längeren und schwereren Waffe der älteren Konkurrenz zu stellen, hatte sich der Youngster erst am Vorabend beim gemeinsamen Pizza-Essen entschlossen. Zuvor hatte der Wedeler Gymnasiast diese Klinge erst einmal im Training geführt.
Einen weiteren Sieg für den VfL erfocht Marie Rauschning in der weiblichen Jugend A. Ohne eine einzige Niederlage überstand sie die Vorrunde, und auch in den folgenden K.o.-Gefechten geriet die Pinnebergerin nie in Gefahr, ein Gefecht abzugeben.
Eine positive Bilanz zogen auch die Organisatoren des Drostei-Turniers angesichts von 111 Teilnehmern und vielen spannenden Gefechten.(pz/fwi)
|